Pfalzpokal Damen 2014: Langeweile im Endspiel - Mundenheim wieder Frauen-Pokalsieger

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Kategorie: News
Erstellt am Dienstag, 22. April 2014 08:03
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 22. April 2014 08:07
Geschrieben von Hilsendegen, Jochen

Langeweile überzog gestern das Endspiel der Handballerinnen beim Final Four um den Erdinger Pfalzpokal in Hochdorf. Zu überlegen war Oberligist VTV Mundenheim, er gewann mit 36:19 (17:10). Die Überraschung: Nicht Oberliga-Rivale SG Ottersheim/Bellheim/Zeiskam, sondern der künftige Oberligist TV Schifferstadt war der Gegner.

„Wehrt euch“, sagte Schifferstadts Trainer Thomas Müller nach der Halbzeit zu den Seinen, ihm war klar: „Da geht wohl nichts mehr.“ Der Wunsch, ein gutes Spiel zu liefern, kann sich nicht erfüllen, wenn sich die Kräfte auflösen. Gegen die SG OBZ hatte der Pfalzliga-Meister knapp vier Stunden vorher sein Erfolgserlebnis gehabt. Beim 27:26 (17:13) spielte Schifferstadt das Optimale, brachte eine 24:18-Führung durch. „Das war ein Riesending. Das Problem: Aus dem Rückraum fehlen uns drei. Da war klar, dass es gegen Mundenheim mit seinen starken Halbspielerinnen in der Abwehr schwer werden wird. Dass es so deutlich ausgeht, schade“, sagte Müller nach dem Endspiel.Die Leistung vom Halbfinale war nicht zu wiederholen gegen einen Gegner, der schon im Halbfinale keinen Spaß verstanden hatte. „Wir sind mitten in der Runde. Mainz, Wittlich, dann in Bellheim, wir sind noch nicht ,safe’, sicher, wir haben wirklich dreimal hart trainiert, um auch die Härte zu haben und voll durchzuziehen“, erklärte Mundenheims Trainer Dominic Pfanger das 38:16 im Halbfinale gegen die HSG Lingenfeld/Schwegenheim und den souveränen Auftritt im Endspiel.

Das begann mit vielen leichten Fehlern des TVS im Spielaufbau. Dass es nach wenigen Minuten 4:5 stand, hatte Schifferstadt nur einer zu verdanken: Daniela Müller im Tor parierte bereits den siebten Wurf. Auf 22 gehaltene Bälle brachte es die 26-Jährige. So gut wie jede Mundenheimerin scheiterte mindestens einmal frei vor ihr an ihr.

Ein gutes Spiel beim TVS machten Anna Butz und – mit mehr Abstrichen – Christine Heller. Bei den VTV spielen zwei der stärksten Rückraumspielerinnen der Liga, Sabine Winkelmann und Sophie Götz. Pfanger lobte Sofie Heiser, die das 11:8, 13:8, 14:8, 16:9, 17:10, 18:10, 19:11 und 34:17 für die VTV erzielte. Auch auf Sabine Mayer ging der Trainer ein, sie habe den Anschluss an die Mannschaft gefunden. „Es stimmt nicht nur qualitativ, sondern auch in der Breite“, stellte Pfanger fest, der – nach einem Grenzland-Pokal-Erfolg als Jugend-Auswahltrainer – seinen zweiten großen Pokalerfolg als Trainer feiert.

So spielten sie
TV Schifferstadt: Daniela Müller, Wilde (n.e.) - Nessel (1), Heller (1), Butz (7) - Ann-Kathrin Müller, Gerner (3) - Stefanie Müller (2) - Laubender (2), Amuser (1), Sarah Schott, Sandra Schott (2/1), Kuhn

VTV Mundenheim: Meiszis, Gunst (n.e.) - Winkelmann (5), Sophie Götz (7/1), Teutsch - Böhme (1), Wehr (2) - Frederike Götz (5) - Eckhardt (3/1), Heiser (8), Kellermann (2), Mayer (3/1), Wild, Schmieder

Spielfilm: 2:4 (6.), 4:8 (16.), 8:10 (19.), 10:17 (HZ), 11:20 (35.), 15:26 (46.), 19:36 (Endstand) - Beste Spielerinnen: Daniela Müller, Butz, Heller - Winkelmann, Sophie Götz, Heiser - Strafminuten: 2/0 - Siebenmeter: 1/1 - 4/3 - Zuschauer: 320 - Schiedsrichter: Metz/Metz (Insheim).