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Wie lange können wir uns noch „Geiz ist geil“ leisten?

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By Vicky Helms

Quelle: Blog "Harz am Ball"

Für Vereine wird es immer schwieriger, engagierte Jugendtrainer zu finden. Hat das Modell ehrenamtlicher Vereinstrainer ausgedient? Und was könnte es ersetzen?

Wie viel verdient ein Jugendtrainer? Oder die bessere Frage: Wie viel bekommt er? Die meisten Jugendtrainer in Deutschland arbeiten für eine kleine Aufwandsentschädigung oder gänzlich ehrenamtlich. Würde man die Summen den tatsächlich geleisteten Stunden gegenüberstellen, wäre man vom Mindestlohn Lichtjahre entfernt.

Trotzdem erwarten wir von ihnen, dass sie Lizenzen erwerben, dass sie Fortbildungen besuchen, dass sie sich Medien anschaffen, um ihr Know-how zu erweitern, dass sie viele Stunden zusätzlich damit verbringen (lesen, lernen, hospitieren, reflektieren), sich selbst weiterzuentwickeln, um unserem Nachwuchs ein ansprechendes Training auf möglichst hohem Niveau bieten zu können.

Doch selbst wenn wir diesen Anspruch ausblenden, finden sich immer weniger Menschen, die bereit sind, nach ihrer regulären Arbeitszeit, in ihrer Freizeit, das Training und die Verantwortung für eine Jugendmannschaft zu übernehmen. Alles nur Egoisten, könnte man einwerfen. Aber selbst wenn: Das ist unser gesellschaftlicher Wandel, das ist Realität. Es ist nicht davon auszugehen, dass die Vereinsidylle, wie sie von vielen älteren Vereinsmitgliedern und -verantwortlichen noch erinnert wird, eine Wiedergeburt erfährt. Im Gegenteil, in Zukunft werden immer mehr Vereine zuerst daran scheitern, dass sie keine Mitarbeiter (von Trainern bis hin zu Vorstandsmitgliedern) mehr haben – erst in der Folge dessen kein attraktives Angebot und letztlich keine Mitglieder mehr. Beispiele dafür gibt es bereits vielerorts.

Die alten Ansätze greifen nur noch selten. Etwas zurückgeben, was man selbst erfahren hat. Aus Freude an der Gemeinschaft. Für die geliebte Sportart. Für junge oder einfach andere Menschen.

Aber was dann? Eine provokante Antwort: Möglicherweise liegt der Weg in die Zukunft in der Professionalisierung unseres Sports und unserer Vereinsstrukturen. Der Verein als Dienstleister und seine Mitglieder als Kunden. Dazu gehört auch eine entsprechende Entlohnung der Jugendtrainer und damit verbunden vielleicht sogar das Schaffen eines Berufsbilds: der professionelle Kinder- und Jugendtrainer.

Die Vorteile? Von jemandem, der damit sein Geld verdienen will, kann man eine Qualifizierung erwarten – im Umfang und Inhalt einer Berufsausbildung oder eines Studiums, mit dem Anspruch einer regelmäßigen Weiterbildung. Darauf aufbauend kann ein solcher Trainer ein qualitativ hochwertiges Angebot realisieren, das sowohl für Kids als auch ihre Eltern attraktiv ist. So jemand steht zur Verfügung, wenn Kinder und Jugendliche Zeiträume für Sport haben: im Ganztagsangebot der Schulen, in den Nachmittagsstunden des Vereins.

Spinnerei? Bei uns in Deutschland nicht denkbar? In etwas anderer Form existieren solche Dienstleister im Handball bereits und finden Gegenliebe, inklusive eines Einkommens: die professionellen Anbieter von Handball-Camps. Seien es namhafte Trainer oder Teams, die sich zu kleinen Unternehmen formiert haben, die ihre Leistungen quer durch das Land vor Ort anbieten oder die besonders in den Ferien aktiv sind.

Also vielleicht doch nicht so abwegig, die Idee. Der professionelle Jugendtrainer. Dazu wären jedoch noch weitreichendere Veränderungen in den Vereinsstrukturen nötig – und irgendwo muss auch das Geld für solche Mitarbeiter herkommen. Dazu an anderer Stelle dann mehr.

   
© SG Ottersheim-Bellheim-Zeiskam