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Meine Schafe und der böse Wolf

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By Vicky Helms

Quelle: Blog "Harz am Ball"

Für Vereine ist die Welt eine andere geworden. Sich als Dienstleister zu begreifen, verspricht eine Zukunftsperspektive, erfordert jedoch ein weitgehendes Umdenken bei den Verantwortlichen.

Als mein Onkel in den 1970er Jahren Handball spielte, war die Welt noch einfach – und klein. Oft war Handball eine der wenigen Sportarten, die man überhaupt betreiben konnte. In fast jedem Ort gab es einen Verein. Hier fand man, was man brauchte: Sport, Kameraden, Gemeinschaft. Für einen Vereinswechsel gab es kaum Gründe. Bei mancher Nachbarschaftsrivalität kam ein Überlaufen zum Dorfverein nebenan gar einem Hochverrat gleich. Handball war in erster Linie Breitensport.

Heute sieht das anders aus: Die Welt ist riesengroß geworden. Vereine stehen in einem Umkreis von 50, manchmal 100 Kilometern, teilweise deutschlandweit in einem Wettbewerb. Andere Vereine sind Mit-Bewerber – nicht mehr nur auf der Platte im Wettstreit um die Punkte, sondern auch im Kampf um immer weniger Mitglieder, um handballbegeisterte Jugendliche, um mehr oder minder fähige Erwachsene. An die Konkurrenz zu anderen Sportarten oder Freizeitaktivitäten wollen wir gar nicht denken.

In vielen Köpfen der vereinseigenen Entscheider und Gestalter ist diese Wende allerdings noch nicht angekommen. Sie klammern weiterhin an der alten Idee: der selbstverständlichen Vereinstreue von der Kindheit bis ins Erwachsenenalter, der üblichen Laufbahn vom aktiven Sportler zum ehrenamtlich Engagierten. Anstatt den Wandel anzunehmen, soll die Vergangenheit wiederbelebt werden. Krampfhaft versucht man, die Schäfchen im eigenen Garten zu halten, reagiert mit Verbitterung, wenn eines abtrünnig wird, und beißt wild um sich, wenn sich ein fremder Wolf für die eigene Herde interessiert.

Wie geht es, wenn es nicht mehr geht? Ein Weg in dieser weiten Welt besteht für Vereine darin, sich als die Dienstleister zu begreifen, als die sie heute gesehen werden. Vereine stellen ein Sportangebot bereit. Gefällt dieses, nutzt man es – findet man irgendwo ein besseres, erfolgt leidenschaftslos der Wechsel. Es ist nicht mehr wichtig, welcher Name auf dem Trikot oder Trainingsanzug prangt – wichtiger ist, dass man den Sport auf die Weise ausüben kann, wie man Freude an ihm findet und seine persönlichen Ziele erreicht. Inklusive Spielklasse, Trainingsumfang, Trainerqualität, Teamgeist. Dafür wird durchaus auch ein gewisser Aufwand in Kauf genommen.

Und hier liegt die Chance: Vereine müssen ein Angebot schaffen, mit dem sie sich klar positionieren. Ein Profil gestalten, das für einen ausgewählten Kundenkreis attraktiv ist. Sich für Schwerpunkte entscheiden, um diese dann mit ganzer Kraft und hoher Qualität zu liefern. Wofür wollen wir stehen? Was wollen wir bieten? Welchen Spielern wollen wir eine Heimat geben? Und in der Umkehrung: Was und wen wollen wir nicht? Wer sich jetzt an Marketing-Basics aus der Wirtschaft und das 1×1 eines Unternehmens erinnert fühlt, liegt genau richtig und findet dort wichtige Impulse.

Der Verein als Dienstleister, die Mitglieder als Kunden – eine Perspektive, die althergebrachte Denk- und Arbeitsweisen auf den Kopf stellt. Die nach Zielen und Konzepten, nach strukturierter Entwicklung und Aktivität verlangt. Und die die Frage in den Mittelpunkt stellt: Was wollen wir für unsere Mitglieder leisten?

Das Ziel muss es sein, einen so wunderbaren Garten zu bieten, dass die gesuchten Schäfchen gern hier grasen und sich auch von fremden Wölfen nicht so einfach locken lassen.

   
© SG Ottersheim-Bellheim-Zeiskam