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„Wir schicken keinen zur Auswahl“

Details

By Vicky Helms

Quelle: Blog "Harz am Ball"

Gibt es nicht? Gibt es doch. Und zwar nicht nur als versteckten Boykott, indem keine Spieler zur Sichtung geschickt werden, sondern auch als laute Aussage voller Überzeugung.

Immer wieder, immer noch gibt es einzelne Vereine, die für ihren Nachwuchs den Zugang zum Auswahlbereich bewusst versperren, die sich aus dem System Talentförderung ausklinken und wo Verantwortliche aus einer Laune heraus über die Zukunft von Jugendlichen entscheiden, Chancen willentlich behindern.

Hat ein Verein das Recht, einem jungen Menschen einen solchen Weg zu verbauen?

Die Gründe für dieses Verhalten werden der oben genannten Aussage meist gleich mitgeliefert: Wenn die Spieler zur Auswahl gehen, werden sie von anderen Vereinen weggeholt. Die Auswahl als Spielermarkt, auf dem sich die Wölfe der anderen Vereine tummeln und sich gierig über das aktuelle Angebot hermachen.

    Lieber halten wir ein Licht versteckt und klein, als dass es irgendwann so hell wird und über unseren eigenen Horizont hinaus scheint.

Es ist eine Tatsache, dass sich die Vereinszugehörigkeiten von Auswahlkadern vom Moment der ersten Sichtung an stark verändern und am Ende des Förderzeitraums oftmals eine Konzentration auf wenige Vereine besteht. Auf sämtlichen Auswahlebenen. Zentralisierung. Um diesen Prozess angemessen beurteilen zu können, sollte man allerdings einen Blick hinter die Kulissen werfen und sich als Verein nicht vorschnell in die Armes-Opfer-Rolle begeben.

Was passiert, wenn motivierte Nachwuchsspieler für die Auswahl gesichtet werden? Für die meisten eröffnet sich eine neue Welt. Umgeben von ähnlich Handball-Verrückten erleben sie ein anspruchsvolleres Training, das Herausforderungen und Lernen beinhaltet. Sie erfahren das Spiel auf einem höheren Niveau und sehen, was möglich ist, wenn man mit Gleichstarken auf der Platte steht. Für einige kommt es gar einer Befreiung gleich zu erleben, dass es noch andere gibt, die so anders sind wie sie: Deren Leben sich um Handball dreht, die nicht genug vom Spiel mit dem Ball bekommen können, die ehrgeizige Ziele verfolgen und die gern bereit sind, konzentriert und mit hoher Intensität zu trainieren. Und dann kommt der Vergleich mit dem Training im Verein, mit den aktuellen Mitspielern. Und dann schleicht sich der Wunsch an, das Andere öfter, besser immer haben zu wollen – die Suche nach der liebgewonnenen Spielfreude beginnt.

Was die Zentralisierung weiterhin unterstützt, sind die Bedingungen, die für einen Weg auf ein bestimmtes Leistungslevel gegeben sein müssen. Spielklasse, Trainingsumfang, Trainerqualität, Niveau der Trainingsgruppe. Oft werden sie als Anforderungen der Verbände deklariert, als Zwänge der verantwortlichen Trainer verurteilt. Im Kern sind es jedoch die Bedingungen, die der Leistungssport diktiert, die aus der Erfahrung und Analyse vieler erfolgreicher Karrieren und gescheiterter Entwicklungen gewonnen wurden. Früher oder später werden Auswahlspieler mit diesen Forderungen konfrontiert: Wenn du dieses Niveau halten und dein Potenzial weiter entwickeln willst, brauchst du folgende Rahmenbedingungen. Und wieder erfolgt der Vergleich mit den Gegebenheiten im eigenen Verein. Dem gegenüber steht die Frage nach den persönlichen Zielen im Handball. Wenn beides nicht zusammenpasst … – es ist eine Entscheidung für die eigene Zukunft.

Ich frage mich oft: Warum ist es für Vereine und ihre Verantwortlichen so schwer zu erkennen und loszulassen? Zu erkennen, dass man einem Talent nicht bieten kann, was es für seine Entwicklung braucht. Einen Spieler bereitwillig ziehen zu lassen, ihn vielleicht gar wegzuschicken, in der Freude, was aus ihm werden könnte, und mit dem Stolz, dass der „mal von uns kam“.

Dann gebt doch selbst Gas! Erschafft doch bei euch die entsprechenden Rahmenbedingungen. Investiert das Nötige, Zeit, Geld und Engagement. – Das ist meine Antwort auf die Angst, die Besten zu verlieren. Wer sie halten will, muss ihnen eine Heimat geben. Wie armselig ist die Lösung, das Licht lieber unter den Scheffel zu stellen.

Wir schicken keinen zur Auswahl. Hat das eigentlich Konsequenzen für einen Verein? Nicht direkt …

   
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